KIF405:Strukturlos ins Auslandssemester

Aus KIF
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der AK hat am Donnerstag von 8:40 bis 9:50 Uhr stattgefunden und wurde von Andreas geleitet. Anwesend waren Kiffels der Uni Kiel, FH Schmalkalden, Uni Erlangen, TU Berlin, TU Darmstadt, Uni Halle und der Uni Hamburg.

Zu Beginn gab es eine Vorstellungsrunde. Danach besprachen wir kurz die Struktur des AKs und fingen daraufhin an, mit der Sammlung von Pro- und Contra-Argumenten in Bezug auf ein selbstorganisiertes Auslandsstudium.

Argumente für ein selbstorganisiertes Auslandsstudium[Bearbeiten]

  • Höhere Flexibilität
    • Man kann auch an Orte, an denen es keine Hochschule gibt, mit der die eigene Uni eine Kooperation abgeschlossen hat.
    • Man kann sich deutlich kurzfristiger dazu entscheiden.
  • Kann eher in einen relativ kurzen Master eingebaut werden aufgrund der geringeren Vorlaufzeit.
  • (Evtl.) weniger Bürokratie an der eigenen Hochschule
  • Guter Eindruck für Arbeitgeber, so etwas selbstorganisiert gemacht zu haben.
  • Geringerer Leistungdruck
    • Dadurch besseres "Eintauchen" vor Ort möglich.
  • Sprachkenntnisse müssen nicht bereits zu Beginn so hoch sein, um Vorlesungen komplett folgen zu können.
  • Für die Hochschule:
    • Mehr Plätze für Studierende, die den offiziellen Weg gehen müssen / partout wollen.
    • Entlastung der Verwaltung

Argumente gegen ein selbstorganisiertes Auslandsstudium[Bearbeiten]

  • Zusätzlicher Aufwand, um sich Veranstaltungen vor Ort herauszusuchen und mit Profs / der Verwaltung zu reden, um diese Scheine dort anerkannt zu bekommen.
  • Weniger Zeit zum Fremdsprachenlernen, wenn es eher kurzfristig ist.
  • Gebühren an ausländischen Hochschulen
    • Diese werden oft als "offizieller" Auslandsstudent nicht bezahlt. Allerdings ist dieser Punkt nur relevant, wenn man vor Ort an Veranstaltungen teilnehmen möchte. Viele Einrichtungen wie Bibliotheken sind meistens dennoch zugänglich.
    • Eventuell gibt es Gasthörerzugänge
  • Ein Visum zu erhalten, kann schwieriger bzw. sogar unmöglich sein.
    • Allerdings kann man i.d.R. in sehr vielen Ländern bis zu drei Monate ohne Visum bleiben. Wenn man zwischendurch mal nach Hause fliegt und somit nie länger als 3 Monate am Stück im Land ist, entfällt dieses Problem evtl.


Finanzierung[Bearbeiten]

Wenn man außerhalb von Programmen wie Erasmus ins Auslands geht, muss man sich dort selbst finanzieren können. Anzumerken ist aber auch, dass man auch in Programmen wie Erasmus nicht unbedingt die kompletten Kosten ersetzt bekommt und somit die folgenden Punkte auch für organisierte Auslandssemester gelten.

  • Es gibt in etlichen "Zielländern" Stipendien für Deutsche/Österreicher/Schweizer.
    • Also nicht nur Informationen darüber einholen, ob es hier Stipendien gibt, sondern auch Informationen einholen über mögliche Institutionen im Zielland. Diese sind womöglich auch nicht an einen "offiziellen Gang" über die Hochschule verbunden.
    • Kennst du Beispiele/Links/Weitere Informationen? Bitte HIER eintragen! Danke! :-)
  • Arbeiten vor Ort
    • Schwierigkeit herauszufinden, was es vor Ort gibt.
    • Evtl. braucht man ein Arbeitsvisum/-erlaubnis
  • Arbeiten von woanders für zu Hause
    • Evtl. frühzeitig an Fachgebieten informieren, ob es Hiwi-Stellen gibt, bei denen man auch gut ohne persönliche Präsenz mitarbeiten kann. Mann kann ja auch alle 2-3 Monate nach Hause fliegen und dann längere persönliche Treffen abhalten.
  • Sich als Fremdsprachentutor vor Ort anbieten
    • Je nach Land teilweise gut gefragt mit gutem, kurzfristigen Verdienst.
  • Einige Zeit vor dem geplanten Auslandsstudium vor Ort mehr verdienen und ansparen.
  • Auslandsbafög kann auch beantragt werden, wenn man kein normales Bafög bekommt. (Dies gilt natürlich aber nur offizielle Auslandssemester.)
  • Darlehen / Kredite aufnehmen.


Kommunikation[Bearbeiten]

Viele Studierende denken gar nicht daran, dass man unabhängig von offiziellen Strukturen Auslandssemester machen kann. Folgende Kommunikationsmaßnahmen könnten helfen, Studierende darauf aufmerksam zu machen.

  • Hinweise / Artikel über FS-Kanäle über die Möglichkeiten (Zeitschriften, Newsletter, Blogs, ...)
    • Schmackhaft machen durch die Pro-Argumente, aber auch die Contra-Argumente nicht vergessen.
  • Erfahrungsberichte schreiben lassen
  • Schon in der Ophase/Owoche/... den Ersties vermitteln, dass es auch andere Wege als den offiziellen für ein Auslandssemester gibt.

Inhaltlich sollte man

  • klar machen, wie hoch die finanziellen Kosten wirklich sind und dass man auch mit Unterstützung der Hochschule vieles / das meiste selbst organisieren muss und somit es nicht heißt, dass ein selbstorganisiertes Auslandssemester deutlich mehr Aufwand bedeutete.
  • darauf hinweisen, dass es sinnvoll sein kann, z.B. bestimmte Veranstaltungen wie Seminare auf ein oder zwei Semester zu bündeln, um in dieser Zeit relativ gut von einem anderen Ort aus studieren zu können.
  • Möglichkeiten wie Couchsurfing, Work-for-Travel usw. erwähnen.

Fazit[Bearbeiten]

Ein selbstorganisiertes Auslandsemester ist nicht für jeden und auch nicht für jedes Zielland geeignet, kann aber für viele eine gute Möglichkeit sein, ein Auslandsstudium zu machen, dass sie sonst nicht machen würden. Am wichtigsten ist, die Möglichkeit eines solchen selbstorganisierten Auslandsstudiums bekannt zu machen. Der AK-Leiter würde sich freuen, wenn dies Fachschaften bei sich tun würden und steht auch selbst gerne zur Verfügung zum Artikelschreiben eines Erfahrungsberichtes o.ä. :-)