KIF380:Resolutionen/Bildungspolitik

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Resolution zur Bildungspolitik

Die derzeit formulierte Zielsetzung der Bundesregierung zur Bildungspolitik ist nicht ausreichend.

Ein Ziel der Bildungspolitik soll sein, selbstbewusste und kritisch denkende Menschen auszubilden.

Die 38,0te Konferenz der Informatikfachschaften (KIF) fordert, dass Menschen ihr Leben lang entscheiden dürfen, zu lernen. Der Staat soll jede dahingehende Eigeninitiative unterstützen, unabhängig von Alter und Vorbildung. Nur lebenslanges Lernen ermöglicht, dass Personen global und unabhängig denken und ethisch und moralisch ihre Möglichkeiten voll nutzen.

Bildung ist unser höchstes Gut.

Im Einzelnen fordert die 38,0te KIF insbesondere die Einrichtung von verfassten Studierendenschaften an allen deutschsprachigen Hochschulen, sowie die konkrete Umstetzung der folgende Vorschläge:

Allgemeine Forderungen

Bildung soll in allen Bereichen kostenlos sein. Der Zugang zu Lehre und Lehrmitteln darf nicht von der eigenen finanziellen Situation beschränkt sein. Benachteiligungen sollen durch Beratung und Unterstützung ausgeglichen werden. Diese Angebote sollen transparent und frei zugänglich sein.

Wir fordern die Umsetzung des durch Bologna angedachten problemlosen Wechsels der Ausbildungsstätte mindestens innerhalb des gesamten Bundesgebietes.

Die Bundesländer haben kein gemeinsames Bildungskonzept. Wir fordern daher die Entwicklung eines gemeinsamen Bildungskonzepts für alle Hochschulen. Der Wohnsitz im Bundesgebiet soll nicht über die Qualität der Bildung bestimmen dürfen.

Gestaltung der Lehre

Weiterhin fordern wir ein ausgewogenes Verhältnis von Praxis und Theorie im Lehramtstudium und eine frühere Konfrontation der Studierenden mit ihrem späteren Berufsfeld.

Lehrkräfte sollen nach ihrem Studium an den Hochschulen weitergebildet werden. Eine rein privatwirtschaftliche Weiterbildung ist nicht ausreichend.

Lehrer, Dozenten und studentische Tutoren haben unterschiedliche Verantwortung in der Lehre und müssen dementsprechend angemessen didaktisch ausgebildet beziehungsweise geschult werden.

Wir fordern die Gestaltung der Lehre unter der Einbeziehung von Didaktikfachkräften, Lehrenden und Studierenden aus allen Bereichen.

Das Betreuungsverhältnis soll verbessert werden.

Wir fordern, dass geplante Lehrangebote an der Uni auch bei geringer Teilnehmerzahl stattfinden, statt sie zu streichen.

Mit Konsens beschlossen